Donnerstag 09.04.2026 10:00 - 17:00 Uhr
ZEITSPRÜNGE. Als die Synagoge eine Ruine war. Fotografien von Matthias Lüttig
Gezeigt werden Fotografien des Dresdner Fotografen Matthias Lüttig.
Die Ausstellung ist im Kulturforum Görlitzer Synagoge zu sehen.
Der Dresdner Fotograf Matthias Lüttig ist Chronist einer besonderen Zeit. Er dokumentierte in den 1980er Jahren den Abriss von Lausitzer Dörfern für den Braunkohletagebau. In eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bildern hielt er die Demontage der Hoffnungskirche in Deutsch Ossig ebenso fest wie den Wiederaufbau der barocken Kirche im Plattenbaugebiet von Görlitz-Königshufen.
Ein wichtiges Thema für sein künstlerisches Schaffen wurde auch die ehemalige Neue Synagoge zu Görlitz. Die Pogrome der NS-Zeit hatte der imposante Kuppelbau in der Görlitzer Innenstadt noch ohne allzu große Schäden überstanden. Doch in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Synagoge leer. Das Gebäude verfiel nach und nach. In den 1980er Jahren war die Synagoge eine Ruine. Matthias Lüttig hat ab 1991 die ersten Schritte zur Rettung des Hauses festgehalten.
Eine Auswahl der eindrucksvollen Bilder ist ab dem 07.03.2026 im Kulturforum Görlitzer Synagoge zu sehen. Als Monumente des Verfalls lassen sie den Glanz des nun sanierten Hauses umso heller strahlen.
Otto-Müller-Straße 3
02826 Görlitz