Mittwoch 04.02.2026 17:00 - 18:00 Uhr
Vortrag "Burgen im Lausitzer Gebirge"
Vortrag von Uwe Mosig, Thorsten Pietschmann und Peter Knüvener
"Residenzburgen und Felsennester" - Im Lausitzer Gebirge gab es in mittelalterlicher Zeit zahlreiche Burgen, von denen mehr oder weniger umfangreiche Reste bis in die heutige Zeit erhalten sind. Darunter sind Burgen sehr unterschiedlicher Gestalt und Geschichte. Im Vortrag werden einige der schönsten, aber auch versteckte Geheimtipps, vorgestellt.
Auf den vulkanischen Kegelbergen des böhmischen Gebirgsvorlandes wurden die Falkenburg, Burg Tollenstein, der Roll und die Burg Bösig errichtet – in atemberaubender Lage. Während von der Falkenburg nur noch geringe Reste vorhanden sind, gehören der Roll und vor allem die Burg Bösig zu den Höhepunkten mitteleuropäischer Burgenarchitektur.
Die Burg Karlsfried wurde im Auftrag des Kaisers Karl IV. um die Mitte des 14. Jahrhunderts als Zollburg errichtet. Wenige Jahre später ließ jener auch auf dem Berg Oybin eine Burg- und Klosteranlage bauen, die künstlerisch den höchsten Ansprüchen zu genügen hatte. Durch ihre überwältigende gotische Architektur und die Verschmelzung von Felsen und Bauwerk wurde sie eine Ikone für die Maler und Malerinnen der Romantik.
Sehr merkwürdig ist die Burg Bürgstein – ähnlich dem Oybin ehemals auf einem spektakulären Felsen errichtet. Jener ist heute durch Gänge, Räume und eine Kapelle ausgehöhlt worden, die für eine Klosteranlage in nachmittelalterlicher Zeit eingeschlagen worden sind.
Die Burgen Lemberg und Grafenstein sind klassische Residenzburgen mittelalterlicher Adelsgeschlechter. Sie gehen auf das hohe Mittelalter zurück und wurden nach und nach den Bedürfnissen und Stilen angepasst. Sie sind in ihrer Struktur und zum Teil mit ihrer Ausstattung gut erhalten und damit einzigartige Zeugnisse adliger Wohnkultur. Mit ihren Türmen und bewegten Dachlandschaften prägen sie die Gegend.
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