Donnerstag 12.03.2026 18:00 Uhr
Auftaktveranstaltung zum Projekt „Endspiel“ im Schwarzen Dreieck
mit Dr. Peter Knüvener, Dr. Sven Brajer und Heinz Eggert (Pfarrer, sächsischer Innenminister a.D.)
Die für 2027 geplante Sonderausstellung Endspiel im „Schwarzen Dreieck“ widmet sich der späten DDR-Zeit in der Zittauer Region – einem Gebiet, das durch massive Industrialisierung ebenso geprägt war wie durch die damit verbundenen gravierenden ökologischen Folgen. Fahrzeugbau, Textil- und Chemieindustrie, Energiewirtschaft und Braunkohletagebau bestimmten das Leben im Dreiländereck. Großprojekte wie das Kraftwerk Hirschfelde und weitreichende Tagebauplanungen, die selbst vor der Zittauer Stadtstruktur nicht Halt machten, führten zu Umweltbelastungen und Abwanderung – noch vor der politischen Wende.
Im Mittelpunkt stehen Zeitzeugen, die vor Ort von ihren Erfahrungen berichten – von Arbeitsalltag und Umweltzerstörung, aber auch von Formen des Widerstands, etwa in Umweltgruppen, Bibliotheken oder kirchlichen Zusammenhängen.
Die Auftaktveranstaltung gibt einen ersten Einblick in das Ausstellungsprojekt und die laufende Vorrecherche, die als Grundlage für eine Publikation und eine große Ausstellung im Jahr 2027 dient.
Im Gespräch mit Kurator Sven Brajer und Museumsdirektor Peter Knüvener ist an diesem Abend Heinz Eggert, DDR-Bürgerrechtler, ehemaliger Oybiner Pfarrer und Politiker.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, gemeinsam Geschichte zu erinnern, zu diskutieren und Perspektiven für die weitere Aufarbeitung zu entwickeln.
Helfen Sie uns, Geschichte lebendig zu halten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und den gemeinsamen Austausch!
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